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Gesetzlicher Mindestlohn am BauRotation 2/2 und 2/3 mit Rechenbeispiel

Als Handwerker in Norwegen arbeiten - Lohn, Anerkennung, Ablauf

Der gesetzliche Mindestlohn am Bau liegt bei 264,32 NOK/Std für Facharbeiter, erfahrene Handwerker verdienen bei unseren Partnern typischerweise 270300 NOK/Std. EU-Bürger brauchen kein Visum und keine Arbeitserlaubnis. Unten: alle Lohnstufen mit Quelle, die ehrliche Antwort zur Anerkennung des Gesellenbriefs und die Rotation im Vergleich.
Baustelle in einem norwegischen Tal mit neuem Wohnblock und Turmkran
Gesetzliches Minimum
239,61 NOK/Std

Arbeidstilsynet, geprüft · 2026-08-08

Üblicher Satz
270–300 NOK/Std

≈ €25–€27 · bei unseren Partnern

Arbeitsmodell
Langfristig, ganzjährig

37,5 h Woche · Überstunden mind. +40 %

Wer sich bewerben kann
EU- und EWR-Bürger

ohne Visum und Arbeitserlaubnis

Was verdient man in Norwegen als Handwerker?

Facharbeiter mit Gesellenbrief verdienen am Bau mindestens 264,32 NOK/Std (ca. €24), erfahrene Handwerker bei unseren Partnern typischerweise 270300 NOK/Std. Das Minimum ist kein Tarif-Wunsch, sondern Gesetz, und gilt für jeden Arbeitnehmer auf der Baustelle. Jede Zahl in der Tabelle hat Quelle und Prüfdatum.
Stundenlöhne im norwegischen Baugewerbe 2026
LohnstufeNOK/Stdca. EUR/Std
Gesetzliches Minimum - Facharbeiter (fagarbeider)264.32~€24
Gesetzliches Minimum - mindestens 1 Jahr Branchenerfahrung249.00~€23
Gesetzliches Minimum - ohne Branchenerfahrung239.61~€22
Gesetzliches Minimum - unter 18 Jahren162.44~€15
Typischer Satz bei unseren Partnern - erfahrener Handwerker270–300~€25–€27

Gesetzliche Mindestsätze gültig seit 15. Juni 2025. Geprüft: Arbeidstilsynet · 2026-08-08

Mindestlohn am Bau in Norwegen

Norwegen hat keinen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn, am Bau aber doch: Der Staat erklärt den Bau-Tarifvertrag für allgemeinverbindlich (allmenngjøring). Damit werden die Mindestsätze aus der Tabelle oben zu geltendem Recht für jede Baustelle im Land. Sie gelten für jeden Arbeitnehmer - auch für Entsandte, Leiharbeiter und Beschäftigte ausländischer Subunternehmen.

Praktisch heißt das: Ein Arbeitgeber darf einen deutschen Handwerker ab dem ersten Tag nicht unter dem Mindestsatz bezahlen, egal was im Vertrag steht. Überstunden kommen obendrauf, gesetzlich mindestens +40 %; Tarifverträge zahlen üblicherweise +50 %. Die Arbeitsaufsicht Arbeidstilsynet kontrolliert Baustellen aktiv und nimmt Meldungen auch auf Englisch entgegen.

Arbeiten in Norwegen als EU-Bürger

EU-Bürger brauchen für Norwegen kein Visum und keine Arbeitserlaubnis, der Personalausweis reicht für die Einreise. In den ersten zwei Wochen werden drei Dinge erledigt: die D-Nummer als Steuernummer, das skattekort als Steuerkarte und die HMS-Karte, ohne die niemand eine norwegische Baustelle betritt.

Die D-Nummer und das skattekort beantragt man beim Steueramt (Skatteetaten), meist organisiert der Arbeitgeber den Termin. Die HMS-Karte bestellt der Arbeitgeber, sobald Betrieb und Arbeitnehmer in den norwegischen Registern stehen; sie ist 2 Jahre gültig. Wer länger als drei Monate bleibt, registriert sich zusätzlich bei der Polizei - eine Formalität, keine Genehmigung.

Anerkennung deutscher Gesellenbriefe in Norwegen

Die ehrliche Antwort: Für die meisten Bauberufe gibt es keine Pflicht-Anerkennung. Der Gesellenbrief zählt als Qualifikationsnachweis beim Arbeitgeber und begründet den Anspruch auf den Facharbeiter-Mindestlohn von 264,32 NOK/Std. Staatlich reglementiert ist am Bau vor allem die Elektroarbeit - dort führt der Weg über die Behörde DSB.

Was wirklich verlangt wird

HMS-Karte - jeder, immer
Pflicht für jede Person auf einer norwegischen Baustelle. Der Arbeitgeber bestellt sie nach der Registrierung von Betrieb und Arbeitnehmer; die Karte belegt das legale Arbeitsverhältnis und ist 2 Jahre gültig.Quelle: Arbeidstilsynet, HSE cards for construction sites · 2026-08-08
Elektriker - DSB-Zulassung vor Arbeitsbeginn
Elektroarbeit ist reglementiert: Vor dem ersten Arbeitstag ist eine Zulassung als Elektrofachkraft bei der DSB zu beantragen. Die Gebühr beträgt 3.200 NOK, die endgültige Entscheidung dauert bis zu 4 Monate; der deutsche Gesellenbrief und Nachweise über Ausbildung und Praxis sind einzureichen.Quelle: DSB, approval as electrical professional in Norway · 2026-08-08
Erdbaumaschinen - Kompetenznachweis nach § 10-3
Für Bagger, Radlader und andere Erdbaumaschinen verlangt Norwegen eine Schulung durch eine zertifizierte Ausbildungsstelle (sertifisert sikkerhetsopplæring). Deutsche Maschinenscheine dokumentieren die Ausbildung; ob sie ausreichen, prüft der Arbeitgeber, häufig mit einer Ergänzungsschulung vor Ort.Quelle: Arbeidstilsynet, sertifiseringsordningen for arbeidsutstyr (forskrift om utførelse av arbeid § 10-3) · 2026-08-08
Übrige Bauberufe - Gesellenbrief als Nachweis
Zimmerer, Maurer, Maler, Tischler, Metallbauer und die meisten anderen Gewerke sind nicht reglementiert. Der Gesellenbrief (mit englischer Übersetzung) dient dem Arbeitgeber als Nachweis der Qualifikation und der Lohneinstufung. Wer den norwegischen Titel fagbrev tragen will, kann die Gleichstellung freiwillig beantragen, muss es für die Arbeit aber nicht.Quelle: Arbeidstilsynet, HSE cards for construction sites · 2026-08-08

Jobs in Norwegen mit Unterkunft

Hier verdient das Kleingedruckte einen ehrlichen Absatz. Der Standard in Norwegen ist: Der Arbeitgeber oder Vermittler hilft bei der Zimmersuche, die Miete zahlt der Arbeitnehmer - für ein Zimmer in einer Arbeiterunterkunft typischerweise 5000-5500 NOK im Monat. Angebote mit pauschalem „Unterkunft und Flug kostenlos“ gibt es, sie sind aber die Ausnahme und gehören schriftlich in den Vertrag.

Wichtig zu wissen: Das norwegische Recht begrenzt, was für Unterkunft vom Lohn abgezogen werden darf, und jeder Abzug braucht eine schriftliche Vereinbarung. Was bei welchen Stellen üblich ist und worauf Sie im Vertrag achten sollten, steht ausführlich auf unserer Seite Arbeit mit Unterkunft in Norwegen.

Was bleibt netto? Steuern für Pendler und Grenzgänger

Die meisten ausländischen Arbeitnehmer zahlen in den ersten Jahren pauschal 25 % Quellensteuer im PAYE-Verfahren (Pay As You Earn). Der Satz gilt auf den Bruttolohn, es gibt keine Abzüge und keine Steuererklärung - die Sache ist mit der Lohnabrechnung erledigt.

Durchgerechnet mit dem Facharbeiter-Minimum: 264,32 NOK/Std × 160 Stunden ergeben 42.291 NOK brutto im Monat. Nach 25 % PAYE bleiben 31.718 NOK netto, umgerechnet etwa €2.890. Überstunden und Rotation mit langen Tagen erhöhen das Ergebnis entsprechend.

Wer regelmäßig zwischen Deutschland und Norwegen pendelt, bleibt in Deutschland ansässig und versteuert den norwegischen Lohn in Norwegen; das Doppelbesteuerungsabkommen verhindert die doppelte Belastung. Für die persönliche Situation, insbesondere bei Familie und Immobilien, gehört das in die Hände eines Steuerberaters - wir geben keine Steuerberatung.

Lebenshaltungskosten in Norwegen

Norwegen ist spürbar teurer als Deutschland, vor allem bei Lebensmitteln, in Restaurants und bei Alkohol und Tabak. Wer auf Montage lebt und selbst kocht, merkt davon deutlich weniger als ein Tourist - die Discounter-Ketten Rema 1000, Kiwi und Extra sind flächendeckend vorhanden.

Der größte Posten ist die Unterkunft: typischerweise 5000-5500 NOK im Monat für ein Zimmer in einer Arbeiterunterkunft, in Großstädten für eigene Wohnungen deutlich mehr. Konkrete Lebensmittelpreise nennen wir bewusst nicht, weil sie je nach Region und Saison stark schwanken; verlässlich ist die Relation, dass ein Facharbeiterlohn die Lebenshaltung auf Montage komfortabel trägt.

Montagearbeit und Rotation - 2/2 und 2/3

Im System 2/2 (zwei Wochen Arbeit, zwei Wochen frei) kommen rund 183 Arbeitstage im Jahr zusammen, im System 2/3 rund 146. Bei 10 Stunden am Tag und dem Facharbeiter-Minimum macht das im Jahr etwa 100 000 NOK Unterschied brutto. Die Tabelle rechnet alle gängigen Systeme mit dem gesetzlichen Mindestsatz durch; netto nach 25 % PAYE.
Rotationssysteme im Vergleich bei 10 Stunden am Tag und Facharbeiter-Mindestsatz
SystemArbeitstage/JahrBrutto/Rotation (NOK)Brutto/Jahr (NOK)Netto/Jahr (25 % PAYE) (NOK)
2/218337 005483 706362 780
2/314637 005385 907289 430
3/127455 507724 237543 178
4/224374 010642 298481 724

Rechnung: 10 Std/Tag × 264,32 NOK/Std (gesetzliches Facharbeiter-Minimum). Netto = brutto minus 25 % PAYE. Überstunden- und Schichtzuschläge kommen hinzu - gesetzlich mindestens +40 % für Überstunden, Tarifverträge zahlen üblicherweise +50 %.

Ihre Rechte auf einer norwegischen Baustelle

  • Der Mindestlohn am Bau ist allgemeinverbindlich: 239,61 NOK/Std ab dem ersten Tag, 249 NOK/Std nach einem Jahr in der Branche und 264,32 NOK/Std mit Gesellenbrief. Suchen Sie Ihre Stufe und vergleichen Sie sie mit Ihrer Lohnabrechnung.
  • Überstunden: gesetzlich mindestens +40 %. Tarifverträge zahlen oft mehr, prüfen Sie also, was in Ihrem Vertrag steht.
  • Das Urlaubsgeld beträgt 10,2 % des Jahreslohns. Das ist kein Bonus, sondern Ihr Geld, ausgezahlt im Folgejahr.
  • Ruhezeiten: mindestens 11 Stunden am Tag und 35 Stunden pro Woche.
  • Für die Unterkunft darf nur vom Lohn abgezogen werden, was schriftlich vereinbart wurde und im gesetzlichen Rahmen bleibt.
  • Sie haben Anspruch auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag in einer Sprache, die Sie verstehen, und zwar vor der Abreise.
  • Sie zahlen nie für die Vermittlung. Von Arbeitnehmern Gebühren für eine Arbeitsvermittlung zu verlangen ist verboten.
  • Wenn etwas nicht stimmt: Arbeidstilsynet, die norwegische Arbeitsaufsicht, nimmt Meldungen auf Englisch und auch anonym entgegen. Am Bau hilft zusätzlich die Gewerkschaft Fellesforbundet.

Sätze und Regeln an der Quelle geprüft: Arbeidstilsynet · 2026-08-08

Erfahrungen von Handwerkern in Norwegen

Wir veröffentlichen keine ausgedachten Erfahrungsberichte mit Sternchen - anonymen „Bewertungen“ ohne Namen und Prüfmöglichkeit sollten Sie generell misstrauen. Stattdessen unser Rat: Prüfen Sie den Arbeitgeber in den norwegischen Registern, bitten Sie um den Kontakt zu jemandem, der dort bereits arbeitet, und vergleichen Sie das Angebot mit den gesetzlichen Sätzen auf dieser Seite. Echte, namentlich gezeichnete Berichte unserer Arbeitnehmer veröffentlichen wir, sobald sie vorliegen - mit Zustimmung der Autoren.

Häufige Fragen - Handwerker in Norwegen

Wie viel verdient ein Handwerker in Norwegen pro Stunde?

Am Bau gilt ein gesetzlicher Mindestlohn: 264,32 NOK/Std für Facharbeiter mit Gesellenbrief, 249 NOK/Std nach einem Jahr Branchenerfahrung, 239,61 NOK/Std für Einsteiger. Erfahrene Handwerker, die wir vermitteln, bekommen üblicherweise 270–300 NOK/Std (ca. €25–€27). Diese Sätze gelten für jeden Arbeitnehmer auf einer norwegischen Baustelle, unabhängig von der Staatsangehörigkeit.

Werden in Norwegen Handwerker gesucht?

Ja. Norwegische Baufirmen suchen laufend Facharbeiter aus dem EU-Ausland, vor allem Zimmerleute, Elektriker, Schweißer, Betonbauer und Maschinenführer. Unsere aktuellen Stellen stehen auf dieser Seite; wenn dort gerade nichts offen ist, lohnt sich eine Bewerbung trotzdem, weil wir bei neuen Projekten zuerst auf vorliegende Bewerbungen zurückgreifen.

Welche Berufe werden in Norwegen gesucht?

Im Baugewerbe vor allem Zimmerleute und Schalungsbauer, Elektriker, Schweißer, Maurer, Maler, Rohrleger, Metallbauer, Kranführer und Baggerfahrer. Norwegen baut überwiegend mit Holz, deshalb ist die Nachfrage nach Holzbau-Handwerkern besonders stabil. Auch außerhalb des Baus werden Fachkräfte gesucht, etwa in Werften und in der Fischindustrie.

Welche Berufe in Norwegen sind gut bezahlt?

Unter den Bauberufen liegt der gesetzliche Mindestsatz für Elektrofachkräfte am höchsten: 270,45 NOK/Std. Für die übrigen Baugewerke gilt 264,32 NOK/Std als Facharbeiter-Minimum. Den Unterschied im Monatsverdienst machen aber vor allem Überstunden (gesetzlich mindestens +40 %, nach Tarifvertrag üblicherweise +50 %) und lange Rotationstage, nicht der Grundsatz.

Wird mein Gesellenbrief in Norwegen anerkannt?

Für die meisten Bauberufe braucht es keine staatliche Anerkennung: Der deutsche Gesellenbrief dient dem Arbeitgeber als Qualifikationsnachweis und begründet den Anspruch auf den Facharbeiter-Mindestlohn. Reglementiert ist vor allem Elektroarbeit: Elektriker beantragen vor Arbeitsbeginn eine Zulassung bei der Behörde DSB (Gebühr 3.200 NOK, endgültige Entscheidung dauert bis zu 4 Monate).

Braucht man als EU-Bürger eine Arbeitserlaubnis für Norwegen?

Nein. Norwegen gehört zum EWR, EU-Bürger arbeiten dort ohne Visum und ohne Arbeitserlaubnis. Nötig sind nach der Ankunft eine D-Nummer (Steuernummer), ein skattekort (Steuerkarte) und die HMS-Karte für die Baustelle; bei Aufenthalten über drei Monaten zusätzlich die Registrierung bei der Polizei.

Muss ich als Handwerker Norwegisch sprechen?

Nein. Grundkenntnisse in Englisch reichen für die Arbeit auf der Baustelle, viele Kolonnen arbeiten ohnehin gemischt international. Sie haben außerdem das Recht auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag in einer Sprache, die Sie verstehen, bevor Sie anreisen.

Wie hoch sind die Steuern in Norwegen für ausländische Arbeitnehmer?

Die meisten neuen Arbeitnehmer aus dem Ausland zahlen im PAYE-Verfahren pauschal 25 % Quellensteuer auf den Bruttolohn, ohne Steuererklärung. Beispiel: Bei 264,32 NOK/Std und 160 Stunden im Monat sind das 42.291 NOK brutto und 31.718 NOK netto.

Ist die Unterkunft in Norwegen kostenlos?

In der Regel nicht, und Angebote mit pauschalem „alles inklusive“ sollte man sich schriftlich geben lassen. Üblich ist: Der Arbeitgeber oder Vermittler hilft bei der Zimmersuche, die Miete von typischerweise 5000-5500 NOK im Monat zahlt der Arbeitnehmer. Das norwegische Recht begrenzt, was für Unterkunft vom Lohn abgezogen werden darf.

Wie funktioniert Montagearbeit mit Rotation 2/2?

Zwei Wochen Arbeit in Norwegen mit langen Tagen (oft 10 Stunden), dann zwei Wochen frei zu Hause. Im System 2/2 kommen so etwa 183 Arbeitstage im Jahr zusammen, im System 2/3 etwa 146. Rotation ist verbreitet, aber nicht garantiert; das konkrete Modell steht im Arbeitsvertrag.

Wie teuer ist das Leben in Norwegen?

Deutlich teurer als in Deutschland, vor allem Lebensmittel, Gastronomie und Alkohol. Der größte Posten ist die Miete: Ein Zimmer in einer Arbeiterunterkunft kostet typischerweise 5000-5500 NOK im Monat. Wer selbst kocht und auf Montage lebt, hält die Kosten trotzdem klein im Verhältnis zum Lohn.

Wie bewerbe ich mich als Handwerker für Norwegen?

Lebenslauf auf Englisch plus Scans von Gesellenbrief und Zertifikaten an uns senden. Wir prüfen die Qualifikationen, stellen den Kontakt zum norwegischen Arbeitgeber her, und der Vertrag kommt direkt mit dem Arbeitgeber zustande. Die Vermittlung kostet Sie nichts; Gebühren vom Arbeitnehmer zu verlangen ist in Norwegen verboten.

Handwerksberufe in Norwegen im Detail

Kompakte Profile der Gewerke, zu denen uns am häufigsten Fragen erreichen. Für alle gilt der gesetzliche Mindestlohn am Bau aus der Tabelle oben; die typischen Sätze für erfahrene Kräfte stammen aus unserer Vermittlungspraxis.

Maurer in Norwegen

Norwegen baut Wohnhäuser überwiegend aus Holz, gemauert wird trotzdem viel: Keller und Fundamente, mehrgeschossige Gebäude, Schornsteine, Brandwände sowie Fliesen- und Natursteinarbeiten. Maurer arbeiten oft eng mit Betonbauern zusammen, Erfahrung mit Schalung und Bewehrung erweitert das Einsatzfeld deutlich. Der deutsche Gesellenbrief dient als Qualifikationsnachweis beim Arbeitgeber; eine staatliche Anerkennung ist für den Beruf nicht vorgeschrieben. Auf der Baustelle sind HMS-Karte und dokumentierte Sicherheitsunterweisung Pflicht.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Gesellenbrief oder nachweisbare Berufserfahrung; HMS-Karte.

Tischler in Norwegen

Tischler übernehmen in Norwegen vor allem den Innenausbau: Türen und Fenster setzen, Einbaumöbel und Küchen montieren, Leisten und Verkleidungen anbringen, Trockenbau ergänzen. Die Grenze zum Zimmerer (norwegisch snekker/tømrer) ist fließend, viele Stellen verlangen beides. Präzises Arbeiten nach Zeichnung und Erfahrung mit Massivholz sind gefragt, weil norwegische Bauherren viel Wert auf sichtbare Holzoberflächen legen. Eine Pflicht-Anerkennung des Gesellenbriefs gibt es nicht, er zählt als Qualifikationsnachweis für den Facharbeiter-Satz.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Gesellenbrief oder nachweisbare Berufserfahrung; HMS-Karte.

Straßenbauer in Norwegen

Norwegen investiert laufend in Straßen, Tunnel und Brücken, entsprechend gibt es Arbeit im Asphaltbau, Pflasterbau, in der Entwässerung und im allgemeinen Tiefbau. Die Bedingungen sind rauer als in Deutschland: lange Distanzen, Wintersaison mit Frost, viele Projekte in dünn besiedelten Regionen mit Unterbringung vor Ort. Wer zusätzlich Maschinen führen kann, ist besonders gefragt; dafür gilt die Schulungspflicht wie beim Baggerfahrer. Der Gesellenbrief zählt als Qualifikationsnachweis, eine staatliche Anerkennung ist nicht vorgeschrieben.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Berufserfahrung im Tief- oder Straßenbau; HMS-Karte.

Baggerfahrer in Norwegen

Baggerfahrer arbeiten im Erd- und Tiefbau, im Straßenbau und auf großen Infrastrukturprojekten. Für Erdbaumaschinen verlangt Norwegen einen Kompetenznachweis über eine zertifizierte Sicherheitsschulung (forskrift om utførelse av arbeid § 10-3), in Stellenanzeigen meist als M-Klassen bezeichnet (etwa M2 für Bagger). Ein deutscher Baumaschinenschein dokumentiert die Ausbildung, ob er die norwegischen Anforderungen abdeckt, prüft der Arbeitgeber; oft ist eine Ergänzungsschulung vor Ort nötig. Erfahrung mit GPS-Maschinensteuerung ist ein klarer Vorteil.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Kompetenznachweis über zertifizierte Sicherheitsschulung (§ 10-3, M-Klassen); HMS-Karte.

Klempner und Sanitärinstallateure in Norwegen

Was in Deutschland umgangssprachlich Klempner heißt, ist in Norwegen der rørlegger: Sanitärinstallation, Wasser- und Abwasserleitungen, Badsanierung, Neubauinstallation. Norwegische Bäder werden nach strengen Nässeschutz-Normen gebaut, sauberes Arbeiten nach Vorschrift ist deshalb wichtiger als Tempo. Für angestellte Installateure gibt es keine staatliche Pflicht-Anerkennung des Gesellenbriefs; er dient als Qualifikationsnachweis beim Arbeitgeber. Wer zusätzlich Erfahrung im Rohrleitungsbau für Industrie mitbringt, findet auch in Werften und Prozessanlagen Arbeit.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Gesellenbrief oder nachweisbare Berufserfahrung; HMS-Karte.

Metallbauer in Norwegen

Metallbauer montieren Stahlkonstruktionen, Geländer, Treppen, Fassadenunterkonstruktionen und Hallenbau-Elemente. Viel Arbeit kommt aus Werften, Fischindustrie-Anlagen und dem Industriebau entlang der Küste. Wer schweißen kann und gültige Zertifikate nach NS-EN ISO 9606-1 mitbringt, verbindet zwei gefragte Profile und hat entsprechend mehr Auswahl. Gearbeitet wird oft in Höhe und mit Hebezeug, dokumentierte Unterweisungen für Anschlagmittel und Hubarbeitsbühnen sind üblich. Der Gesellenbrief zählt als Qualifikationsnachweis, eine Pflicht-Anerkennung gibt es nicht.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Gesellenbrief oder nachweisbare Berufserfahrung, Schweißzertifikate von Vorteil; HMS-Karte.

Anlagenmechaniker in Norwegen

Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik arbeiten in Norwegen vor allem im Industrie-Rohrleitungsbau: Prozessanlagen, Fischverarbeitung, Energieanlagen, Werften. Gefragt sind Lesen von Isometrien, Vorfertigung und Montage von Rohrleitungen sowie die Zusammenarbeit mit Schweißern; wer selbst schweißt, ist doppelt einsetzbar. Viele Einsätze laufen als Montage mit Rotation und langen Tagen, der Verdienst entsteht dann stark über Überstundenzuschläge. Der deutsche Abschluss dient als Qualifikationsnachweis beim Arbeitgeber, eine staatliche Anerkennung ist nicht vorgeschrieben.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: Abgeschlossene Ausbildung oder nachweisbare Erfahrung im Rohrleitungsbau; HMS-Karte.

Heizungsinstallateur in Norwegen

Norwegen heizt anders als Deutschland: überwiegend elektrisch, mit Wärmepumpen und in Städten mit Fernwärme, Gaskessel spielen kaum eine Rolle. Heizungsinstallateure arbeiten deshalb vor allem an wasserführenden Systemen in größeren Gebäuden, an Fußbodenheizungen, Wärmepumpen-Anbindungen und Fernwärme-Übergabestationen. Wer aus dem deutschen SHK-Handwerk kommt, bringt die passende Grundlage mit und lernt die norwegischen Systeme im Betrieb. Der Gesellenbrief zählt als Qualifikationsnachweis; für Elektroanschlüsse ist ein zugelassener Elektriker beizuziehen.

Lohn: gesetzliches Minimum 239,61264,32 NOK/Std je nach Qualifikation, erfahrene Kräfte typischerweise 270300 NOK/Std.

Voraussetzungen: SHK-Ausbildung oder nachweisbare Berufserfahrung; HMS-Karte.

Was nach der Bewerbung passiert

  1. Ein Gespräch mit TANA

    Unsere eigene KI TANA kann das Gespräch beginnen. Sie fragt nach Ihrem Beruf und der Arbeit, die Sie suchen.

  2. Wir lesen und melden uns

    Das Team sieht sich Bewerbung und Gespräch an. Passt eine Stelle, melden wir uns persönlich. Melden wir uns nicht sofort, bleiben Sie im Verzeichnis und wir schreiben vielleicht in einem Monat oder später.

  3. Wir stellen Sie vor

    Ihr Profil geht an den norwegischen Arbeitgeber, wir vereinbaren das Gespräch.

  4. Vertrag und Anreise

    Der Vertrag läuft mit dem norwegischen Arbeitgeber. Wir holen Sie in Norwegen ab und bringen Sie zur Unterkunft.

Jede Bewerbung bekommt innerhalb eines Monats eine Antwort.

Handwerker für Norwegen gesucht

Sie haben einen Gesellenbrief oder mehrjährige Erfahrung im Bau? Senden Sie Lebenslauf und Zertifikate - wir prüfen die Qualifikationen und melden uns mit konkreten Konditionen.

Nur für EU-/EWR-Bürger - in Norwegen arbeiten Sie ohne Visum und ohne Arbeitserlaubnis.

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Handwerker in Norwegen: 264–300 NOK/Std, offene Stellen